23.10.2017

 

7. Rang Ironman Louisville

 

3 Wochen nach dem Ironman Italien startete ich am Ironman Louisville. So nahe aufeinander habe ich noch nie 2 Langdistanzen absolviert. Deshalb war das dann auch ein kleines, ungewisses Projekt, welches ich auf mich nahm.

Zum guten Glück erholte ich mich von Italien physisch wie mental sehr gut. Somit stand ich am 15.10.2017 wieder hungrig am Start.

Der Ohio River ist eigentlich bekannt als eher kalter Fluss und somit ein gesichertes Neo-Schwimmen. Zum guten Glück packte ich dennoch den Schwimmanzug ohne Neopren ein. Denn am Rennmorgen betrug die Wassertemperatur angeblich 22,1 Grad. Und somit hiess es für uns Pro`s wegen 0,2 Grad Neoverbot. Die Freudensprünge liess ich aus;-). Beim Startschuss um 07:20 Uhr war es dann nicht nur grenzwertig warm, sondern auch noch finster. Vielleicht wurde der Start bewusst so gewählt, denn sauber war das Wasser nicht wirklich. Ich wusste dann nach einigen Metern auch nicht wo ich in etwa lag. War aber auch nicht schlecht. Sonst wäre ich wohl schon zu Beginn ziemlich frustriert gewesen. Mit rund 8 Minuten Rückstand, an 23. Stelle, entstieg ich leicht fröstelnd dem welligen Ohio River. Da die Lufttemperatur morgens mit 20 Grad doch sehr warm war, bekam ich nach einigen Radkilometer rasch warm. Wie so oft, begann für mich die Aufholjagd. Auf dem sehr welligen und windanfälligen Kurs fand ich nach 40km einen guten Rhythmus und konnte Konkurrent um Konkurrent einholen. Da es auch in Louisville zwei Radrunden zu fahren galt und die Veranstalter weit über 2000 Startende zu liessen, wurde es auf Runde 2 ab und zu etwas kriminell. Somit war ich dann froh, den Radkurs unbeschadet überstanden zu haben. Auf Rang 11 wechselte ich auf den Marathon. Und ich fühlte mich riesig. Kann aber auch gefährlich sein. Schnell überholte ich weitere Jungs und lag nach der Hälfte auf Rang 6. Mir war bewusst, dass alle sehr nahe beieinander lagen. Die Abstände nach vorne aber auch nach hinten waren klein. Ich orientierte mich nach vorne - die Beine wurden schwerer - ich orientierte mich nach vorne - die Beine wurden noch schwerer - ich kämpfte - machte einen Rang gut - verlor diesen wieder - kämpfte weiter - verlor einen Rang - die Finishline vor Augen - kämpfte - und lief schliesslich als 7. im Ziel ein - glücklich oder enttäuscht? Glücklich endlich im Ziel zu sein. Glücklich bis zum Schluss gekämpft zu haben. Glücklich eine neue PB erreicht zu haben. Glücklich ein starkes Rennen abgeliefert zu haben. Etwas enttäuscht über die Schlussrangierung. Nur 3 Minuten Rückstand auf Rang 4. Das ist Sport. Das ist geil.

Nun werde ich mir ein paar Wochen Ruhe gönnen um dann in alter Frische eine weitere Saison in Angriff zu nehmen...

 

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01.10.2017

 

7. Rang Ironman Italien

 

Nach einem Jahr Ironman-Abstinenz war ich doch ein bisschen nervöser als auch schon vor dem Start. Die Nervosität löste sich jedoch mit dem Startschuss. Gegen 50 Pro`s stürzten sich um 07:30 Uhr in die knapp 20 grad warme Adria. Ich erwischte eine komfortable Gruppe und konnte so die 3,8km in angenehm hartem Tempo mit schwimmen. Danach folgte der Wechsel durch die längste je aufgestellte Wechselzone. Vom Schwimmausstieg bis zum Radaufstieg über einen Kilometer. Schade wurde diese Distanz, welche 2x absolviert wurde, nicht dem Marathon angerechnet...!

Die Radstrecke folgte über zwei Runden ins Hinterland von Crevia und war, abgesehen von einem kurzen Anstieg, flach. Den Anstieg von ca. 2km nützte ich in beiden Runden um die Gruppe jeweils etwas kleiner zu machen. Denn in der Fläche hätte ein Ausreissversuch wohl zu viel Energie gekostet. Ich fühlte mich wohl auf dem Rad und freute mich nach 185km auf den abschliessenden Marathon. Ab durch die laaaange Wechslezone, rein in die Laufschuhe und dann mal schauen wie sich`s anfühlt... Gar nicht so schlecht. Bis Km 4. Denn dann machte sich der Magen, bezw. der Darm bemerkbar. Nach einem kurzen Toitoi Stopp fühlte sich aber alles wieder paletti an. Naja, bis Runde 3. Dann kam eine kurze Kriese, welche ich mit genügend Verpflegung gut überstand. Und so konnte ich in der 4. und letzten Runde das Tempo nochmals steigern und lief schlussendlich als 7. zufrieden über die Finishline. Ich würde meinen, ein gelungenes kleines Comeback.

Nach einer Woche fühle ich mich schon sehr erholt und bin somit zuversichtlich für den nächsten Ironman am 15.10. in Louisville...

 

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04.09.2017

 

1. Rang Triathlon di Mergozzo

 

In meiner bevorzugten Trainingsgegend, konnte ich meinen letztjährigen Sieg erfolgreich verteidigen. Das diesjährige Rennen diente mir zur Vorbereitung für den Ironman Italien in 3 Wochen. Die Hauptprobe ist rangmässig sicherlich geglückt. Und wenn man berücksichtigt, dass ich das Rennen voll aus dem Training heraus bestritten habe, lief es wirklich nicht übel. Auf dem Rad konnte ich den Druck, trotz müder Beine, aufrecht erhalten. Beim Laufen waren nur die letzten 5km nicht mehr so spritzig. Ansonsten kann ich wirklich zufrieden sein. Nun nutze ich die Gegend im wunderschönen Piemont noch bis Freitag aus, um die Form auf Höchststand zu bringen...

 

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29.08.2017

 

17. Rang am IM 70.3 Vichy

 

Hmmmm... nicht das gewünschte Resultat, welches ich von Vichy mit nachhause nahm. Es gibt Rennen, da sind verschiedenste Konstellationen auf deiner Seite und dann gibt es die anderen Rennen. Vichy war so ein anderes Rennen.

Schon mit dem Startschuss fing es denkbar schlecht an. Das Kanu, welches sich am Start direkt vor mir befand, wendete beim Startschuss derart unglücklich, dass ich am Kopf getroffen wurde. Als ich wieder Orientierung hatte, war das ganze Feld schon einige Meter davongeschwommen. Als schlechter Schwimmer wurde es jetzt noch schwieriger in eine gute Gruppe zu kommen. So schwamm ich die 1,9km, an 21. Stelle liegend, völlig alleine. Auf dem Rad fühlte ich mich von Beginn weg gut und konnte rasch zu Chris Brader auffahren. Danach dauerte es jedoch eine gefühlte Ewigkeit, bis endlich eine grössere Gruppe in Sicht war. Diese überholte ich dann bei KM70. Danach fragte ich mich, ob ich so einen geilen Arsch habe, oder was sonst der Grund sein könnte, warum mir diese Gruppe nicht wirklich fair folgte... Als ich mich dann endlich etwas absetzen konnte, wurde ich bei einer Verzweigung fehlgeleitet. Ich bemerkte dies relativ rasch, jedoch befand ich mich danach wieder hinter den "drafting-Jungs". Eine letzte Tempoverschärfung brachte mich als 12. in T2.

Das Laufen ist schnell erzählt: Die ersten 10km fühlten sich gut an. Die nächsten 4km waren ok und die letzten 7km waren die Hölle. So wurde ich noch auf Rang 17 durchgereicht. Das Minimalziel Top 10 somit klar verpasst. Das Positive an der ganze Sache ist, dass mein rechtes Schienbein der Belastung Stand gehalten hat. Somit freue ich mich auf die kommenden Rennen. Nächsten Sonntag stehe ich in Mergozzo am Start...

 

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07.08.2017

 

2. Rang am 5150 Zürich

 

Einstand geglückt :-)! Nach einer mehrwöchigen Laufpause, meldete ich mich mit einem 2.Rang am olympischen Triathlon in Zürich zurück. Ich war selber etwas überrascht darüber. 2 Wochen davor begann ich vorsichtig, mich laufend wieder fortzubewegen. Deshalb war mir klar, dass ich dann wohl auf den abschliessenden 10km durchgereicht werde. Meine Erwartung tritt jedoch nicht ein...

Es tat richtig gut, wieder mal am Start eines Triathlonwettkampfes zu stehen. Ich wusste über meine gute Radform, war aber doch ein bisschen unsicher, ob ich gegen die Jungen Wilden schnell genug sein werde. Das Wasser verliess ich dann auch ziemlich hinten, als 12. Doch innerhalb 15km lag ich schon an 2.Stelle. Das war die erste Überraschung. Die Zweite folgte beim Laufen, als ich meinen 2.Rang verteidigen konnte. Ich lief hinter Seven Riederer sogar den 2. schnellsten Laufsplit.

Mein Fazit: ein kurzer, erfolgreicher Arbeitstag, welcher viel Spass gemacht hat :-)

Dieses Resultat stimmt mich zuversichtlich für die kommenden Rennen. Am 26.8. werde ich am Ironman 70.3 in Vichy am Start stehen...

 

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09.06.2017

 

Beginn Physio

 

Na ja, wie soll ich`s sagen... Schon etwas scheisse!

Kurz der Reihe nach: Seit einigen Wochen, ok, Monaten, plagt mich immer wieder ein Schmerz an der Innenseite des rechten Schienbeins. Der Schmerz kam... der Schmerz ging... und das jeweils in sehr kurzen Zeitabsänden. Ich konnte an einem Tag laufen, danach verspürte ich den Schmerz, machte dann einen Tag Laufpause und dann ging es wieder. Und so gewöhnte ich mich an diesen Rhythmus. Und da der Mensch ein Gewöhnungstier ist, war dieser lokale Schmerz irgendwann ein Teil von mir. Ich absolvierte im Frühling diverse Läufe (u.a. den Zürich Marathon) und konnte die Triathlonsaison kaum erwarten. Der erste Test am Bantiger Triathlon motivierte dann eigentlich für die kommenden Rennen. Aber eben... es kam dann anders. Der Schmerz nahm in den letzten Tagen/Wochen zu. Und so entschied ich den Gang zum Sportarzt. Der anschliessende Befund aus dem MRI lautete: Stress Reaktion. Dies ist glücklicherweise keine Fraktur(Ermüdungsbruch), jedoch eine chronische Entzündung, diese ich ja über Monate schön brav gezüchtet habe;-). Würde ich nun weiter belasten (Laufen), dann käme es früher oder später zur Fraktur. Und auf das bin ich nicht sehr geil. Deshalb Notbremse und auskurieren lassen. Nun begann ich heute mit der Stosswellentherapie und werde zusammen mit den Physios von Reactive das Beste rausholen um möglichst rasch zu genesen. Und da bin ich wieder dankbar ein Triathlet zu sein. Weil Schwimmen und lockeres Radeln ist möglich. Musst du auf das eine verzichten, dann werde besser im anderen... Mit diesem Motto werden die paar Wochen im nu vorbei gehen und ich werde dann voll motiviert in die zweite Saisonhälfte einsteigen... :-)

 

 

31.05.2017

 

45. Rang am GP Bern / tripl3 Camp Mergozzo / 1. Rang am Bantiger Triathlon

 

Der Monat Mai gestaltete sich sehr abwechslungsreich. Am 13.5. startete ich am GP Bern und erreichte mit einer Zeit von 57`29" die Top 50. Die Zeit ist sicherlich nicht ganz befriedigend. Der 45. Rang zeigt aber, dass dieses Jahr wohl alle ein bisschen länger brauchten für die 10 Meilen. Somit ist das Resultat ganz ok.

 

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Mittwochs darauf ging es nach Mergozzo, um 5 tripl3-Trainingstage mit 17 Athleten und Athletinnen zu verbringen. Wir genossen eine super Zeit, bei meist gutem Wetter und toller Camp-Stimmung. Ich darf behaupten, dass am Sonntag alle mit müden Beinen und neu geknüpften Freundschaften nachhause gingen.

 

Am 28.5. startete ich am ersten Triathlon in der neuen Saison. Dies war der Bantiger Triathlon. Eine familiäre Veranstaltung, welche schon die 30. Austragung feierte. Für mich ging es darum, aus dem Training heraus, etwas Wettkampfluft zu schnuppern und um mich für die kommende Saison so richtig zu motivieren. Die Distanz von 0,3-18-4,5 zwang einem von Anfang bis zum Schluss Vollgas zu geben. Mit einer Zeit von 47`47" konnte ich das Rennen für mich entscheiden. Auch wenn die Konkurrenz nicht sehr stark war, tut ein Sieg dem Gemüht immer gut.

 

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01.05.2017

 

25. Rang am Zürich Marathon

 

Der Zürich Marathon ist schon eine Weile her. Trotzdem will ich es nicht vorenthalten, ein paar Zeilen zu meinem ersten Saisonhöhepunkt zu schreiben. Nach der Übernachtung bei Kollege Lukas Jufer in Hombrechtikon, fuhr ich am morgen früh mit dem Radel nach Zürich. Durch das lockere rollen konnte ich meinen Bewegungsapparat ohne grosse Vorbelastung aufwärmen. Die Temperatur war dann beim Start um 08:30 Uhr geradezu ideal. Somit ging ich mit dem Vorhaben "Project 159"(unter 2h40`) ins Rennen. Zu Beginn fühlte ich mich gut und musste mich bremsen, damit ich nicht zu schnell anlaufe. Dies klappte ganz ordentlich und somit war ich bei Halbzeit mit 1h19`auf Kurs. Danach fühlte ich mich jedoch zunehmend unwohler. Der Schritt wurde schwerer und meine Problemzone(rechte Wade) meldete sich schon relativ früh. Ab KM35 war es dann nur noch ein Durchbeissen um nach 2h41`ins Ziel zu kommen. Na ja... nicht unbedingt das was ich wollte aber für den Kopf war es wieder eine Lektion mehr. Ich fühlte mich gut vorbereitet und die Testrennen waren erfolgreich. Dennoch muss an einem Marathontag einfach alles zusammenpassen.

Die Woche danach erholte ich mich, abgesehen von einer grossen, blutunterlaufenen Blase, sehr gut. An Ostern ging es dann bis am 28.4. ins Trainingscamp auf Mallorca. Diese Zeit konnte ich bestens nutzen um an meiner Radform zu feilen.

Nun freue ich mich auf die bevorstehenden Rennen. Zuerst folgt jedoch der Wings for Life World Run am 7.5. Ein gigantischer Event, welcher auf der ganzen Welt zur selben Zeit ausgetragen wird. Mit diesem Lauf wird die Forschung zur Heilung von Querschnittslähmung unterstützt. Freue mich darauf etwas Gutes zu tun :-)

 

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26.02. - 11.03.2017

 

Trainingscamp Mojacar/Almeria

 

Zu viert (Edi, Beat, Andrea und ich) verbrachten wir die letzten 2 Wochen in Andalusien. Das Wetter war toll und wir konnten uns total dem Grundlagentraining hingeben. Viele Radkilometer im wunderschönen Hinterland von Mojacar wurden abgespult, sowie einige Kilometer zu Fuss und im Wasser. Aus der Komfortzone kamen wir am 5.3., als wir gemeinsam in das 130km entfernte Cartagena reisten um dort an einem Wettkampf teilzunehmen. Edi, Beat und Andrea starteten über die knapp 11km und ich absolvierte die Halbmarathondistanz. Allesamt kehrten wir mit Podiumsplätzen zurück. Dies gab uns Motivation und Selbstvertrauen für die anstehende Saison.

Nun steht eine etwas ruhigere Woche an, bevor am Samstag der nächste Härtetest am Kerzerslauf folgen wird...

 

 

04.02.2017

 

Die erste Saisonhälfte ist geplant. Schau rein unter RACE SCHEDULE 2017.

Das erste grosse Highlight wird nicht ein Triathlon, sondern der Zürich Marathon sein.

 

24.10.2016

 

Demnächst erfährst du hier alles über mein Vorhaben im 2017....

 

 

06.10.2016

 

6. Rang am Ironman Taiwan

 

Wo soll ich nur anfangen?! Die Eindrücke, welche Andrea und ich hier auf der kleinen taiwanesischen Insel Penghu mit nachhause nehmen, sind schwer in ein paar Sätzen niederzuschreiben. Hier ging es ja nicht nur um den Ironman, wie das vielleicht bei einem europäischen Rennen eher der Fall ist. Ein solches Rennen haben wir vor allem ausgelesen, weil es auch ein Abenteuer ist. Der Renntag ist somit nur ein kleiner Teil unseres 2-wöchigen Aufenthaltes. Wir sind am 22.9. von Zürich über Hongkong, Kaohsiung auf Penghu geflogen. Schon bald merkten wir, dass es wohl schwierig wird uns hier zu verständigen. Hier wird taiwanesisch gesprochen. Sonst nichts. Aber dies hat sehr viele Vorteile. Man kommt viel enger in Kontakt mit den Einheimischen. Und diese sind einfach überaus herzlich und hilfsbereit. Du wirst sofort überall eingeladen und sie behandeln dich als deinen besten Freund. Dies war mein 22. Ironman. Und ich kann eindeutig sagen, dass ich noch nie auf einer Ironman-Reise so viele Bekanntschaften geschlossen habe. Einfach nur wow...!!

Nun, doch noch ein paar Sätze zum Rennen, welches in die Geschichtsbücher eingehen wird. Als das heisseste Rennen ever. Das Rennen startete in der wunderschönen Shihili Beach. Ohne Neopren gings auf den 2-Runden Kurs mit einem kurzen Landgang. Leider wurde das die zweite Runde zu einem Hindernissschwimmen. Da sich alle Agegrupper auf der ersten Runde befanden. Nichts desto trotz gelang mir ein guter Auftakt in den langen Tag. Als 11. wechselte ich aufs Rad. Und dann gings ab... Zusammen mit dem Amerikaner Patrick Evoe wurde mächtig in die Pedale getreten. Und somit gelang uns kurz vor KM 100 der Zusammenschluss mit der 5-köpfigen Spitzengruppe. Ich fühlte mich weiterhin hervorragend und konnte das Tempo an der Spitze mitbestimmen. Da für diesen Tag Rekordtemperaturen von bis zu 42 Grad angesagt waren, war die Verpflegung um ein X-faches wichtiger als sie sonst schon ist. Ich war der Meinung, dass ich mich gut Verpflegt habe. Jedoch reichte dies wohl nicht um meine Krämpfe zu unterbinden. Bei KM 140 blockierten im wahrsten Sinne des Wortes meine Beine. Wie ein Blitz schossen mir die Krämpfe in die Oberschenkel. Kurze Zeit war nichts mehr mit treten. Lockern und dann im Wiegetritt versuchen wieder etwas Tempo aufzunehmen war die Devise. Jedoch kamen die Krämpfe immer wieder zurück. Es war zum Verzweifeln. Hier kam mir meine Erfahrung zu gute. Ein Ironman ist erst an der Finishline zu Ende. Dies redete ich mir immer wieder ein. Als 8. wechselte ich dann auf den sehr coupierten Marathon. Zudem war die Temperatur jetzt auf Maximum eingestellt und die Sonne versuchte wohl jeden einzelnen Athleten voll abzustrahlen. Überleben war wohl für alle die Devise. Ich lief los und dies ohne Krämpfe. Die neue Belastung war fast ein bisschen befreiend. Und siehe da... Einen nach dem anderen konnte ich ein- und überholen. Nach 10km befand ich mich an 3. Stelle. Und dies ohne zu überpacen. Ich war nicht schnell unterwegs (das war an diesem Tag niemand) aber ich bewegte mich anständig vorwärts. Auch nach KM 20 lag ich immer noch auf dem für mich ausgezeichneten Podestplatz. Na ja, und was dann kam war weniger ausgezeichnet. Die Krämpfe kamen zurück. Und dies schlimmer denn je. Teilweise musste ich stehen bleiben und wusste nicht, ob ich überhaupt noch einen Schritt vorwärts machen kann. Bei jeder Aidstation nahm ich mir viel Zeit um zu kühlen, kühlen und nochmals kühlen. Leider reichte das Eis nicht von Aidstation zu Aidstation und somit musste ich immer wieder Gehpausen einlegen, da meine Beine so sehr krampften. Die Folge war dann, dass ich noch von 3 Konkurrenten überholt wurde. Dies war mir jedoch in diesem Moment sowas von egal. Ich wollte einfach nur noch ins Ziel und diese Tortour hinter mich bringen. So erreichte ich dann nach 9h14`das Ziel im Stadion von Magong. Schlussendlich einfach nur froh, diesen Tag ins Ziel gebracht zu haben. Mit etwas Abstand nervt es dann halt schon ein bisschen, dass ich durch die Krämpfe um eine bessere Platzierung gebracht wurde. Aber wenn ich die Rennberichte meiner Konkurrenten lese, dann erwähnt jeder, dass dies das härteste Rennen war, an welchem er je gestartet sei. Und somit bin ich gesund und glücklich. Und wie gesagt; das Rennen war nur ein Tag dieses wirklich aussergewöhnlichen Abenteuers Taiwan! Danke Penghu! Danke Taiwan!

Nun geniesse ich die off Season und werde mir mal überlegen was ich mir nächstes Jahr so alles antun möchte...

 

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10.09.2016

 

1. Rang am Triathlon di Mergozzo

 

Eine Woche nach dem enttäuschenden Rennen in Zell am See, startete ich über die Mitteldistanz in meiner zweiten Heimat Mergozzo. Dort, wo ich schon viele Trainingskilometer abspulte und einer meiner ersten Mitteldistanzen absolvierte. Es war so zu sagen ein "nach-hause-kommen".

Die Konkurrenz war natürlich nicht zu vergleichen mit einem IM Rennen. Nichts desto trotz wollte ich für mich ein starkes Rennen zeigen, welches mir Selbstvertrauen für den letzten Saisonhöhepunkt gibt. Mit der Spitzengruppe entstieg ich dem Lago di Mergozzo und machte von nun an mein eigenes Rennen von der Spitze aus. Auf dem Rad hatte ich guten Druck und konnte mir so einen grossen Vorsprung für den abschliessenden Halbmarathon verschaffen. Dort musste ich nicht mehr ganz an mein Limit gehen und konnte nach gut 4h und mit 9 Minuten Vorsprung den Zieleinlauf geniessen.

Eine zusätzliche Motivation hatte ich durch Andrea, welche im selben Rennen startete. Wir sahen uns immer wieder im Rennen und pushten einander gegenseitig an. Da auch sie, mit einem 2. Rang, sehr erfolgreich war, konnten wir den restlichen Tag umso mehr geniessen. So macht Triathlon einfach Spass! :-)

 

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10.09.2016

 

14. Rang am IM 70.3 Zell am See

 

Wunderschöne Gegend! Wunderschönes Wetter! Misslungenes Rennen! Dies beschreibt den Kurztrip nach Zell am See wohl am Besten. Zusammen mit meinem Athleten und guten Freund Lukas, reiste ich am Freitag nach Zell. Dort wurden wir herzlich empfangen und waren sofort begeistert von der Gastfreundschaft und der wunderschönen Gegend. Es bleib sogar noch Zeit für einen kleinen Bergausflug, um den Zellersee von oben zu bestaunen.

Das schöne und heisse Wetter hielt auch am Wettkampftag an. Eigentlich ideale Bedingungen für mich. Zudem wurde im Neo geschwommen und die Radstrecke entspricht mit einem langen Anstieg meinen Fähigkeiten. Nur leider spielte die Gesundheit nicht ganz mit. Leichte Halsschmerzen und ein Reizhusten klauten mir die wichtigen Schlafstunden vor dem Rennen. Ich fühlte mich jedoch nicht schlecht und entschied mich somit für einen Start. Das Schwimmen und vor allem das Radfahren fühlten sich noch einigermassen gut an. Obschon ich nicht den gewohnten Druck auf dem Rad hatte, ging ich in noch aussichtsreicher Position auf die Laufstrecke. Dort verabschiedete sich das wenig gute Gefühl vollends. Ich kam mir vor wie in einem Traum, wo du nicht vorwärts kommst und du weisst nicht wieso. Ein Halbmarathon fühlte sich noch nie sooo laaaange an. So wurde ich dann logischerweise nach hinten durchgereicht und beendete das Rennen völlig

entkräftet auf dem 14. Pro-Rang. Danach rebellierte mein Körper kurz und war dann tags darauf wieder einigermassen fit.

Dies war bestimmt nicht mein letzter Besuch am Zellersee. Die wunderschöne Gegend muss ich unbedingt noch bei einem besseren Rennen geniessen können! :-)

 

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29.07.2016

 

8. Rang am IM Zürich

 

Yesss... nach 2 verkackten Rennen in den Staaten, lief es in Zürich wieder mal rund.

Bei herrlich warmer Lufttemperatur von 20 Grad und einer Wassertemperatur von knapp 24 Grad erfolgte der Start um 06:40 Uhr für uns Pros ohne Neopren. Für mich als schwacher Schwimmer klar ein Nachteil. Aber mit Neo wäre es deutlich unangenehmer gewesen. Zu Beginn kann ich das Tempo einfach nicht mitgehen. Es geht los als wäre es eine Kurzdistanz. Nach ca. 1km fühlte ich mich dann wohl und ich schwamm locker in einer kleinen Gruppe mit. Nach knapp 58`hatte ich wieder Boden unter den Füssen und die Aufholjagd konnte beginnen.

Bei meinem 21. Ironman gab es für mich eine Premiere. Mein guter Freund und Profi-Fotograf, Philipp Kobel, begleitete mich mit seiner Kamera über das ganze Rennen(es werden noch viele tolle Bilder folgen...).

Ab dem ersten Meter hatte ich gute Radbeine. So konnte ich schnell Plätze gut machen und sah mich nach der ersten Radrunde an 10. Position wieder. Zusammen mit zwei anderen Athleten spulte ich die zweiten 90km ab. Nun war mir wichtig, dass ich noch einen guten Marathon ins Ziel bringe. Die erste von vier Runden lief sehr gut und ich konnte locker einen 4`Schnitt laufen. Dann jedoch war die Lockerheit weg. Viele Up and Downs begleiteten mich auf den restlichen Kilometern. Ich hatte nie wirklich eine lange Kriese, jedoch fehlte das gute Laufgefühl. Somit lief ich nach 8h49`knapp hinter Chris Brader und knapp vor Mike Schifferle auf dem 8. Rang über die Finishline. Als leistungsorientierter und ehrgeiziger Sportler will man immer mehr. Aber ich bin wirklich zufrieden mit meinem Tag und es gab mir die Bestätigung, dass ich es noch kann ;-).

Vielen vielen Dank an alle welche mich auf irgendeine Art unterstützt haben. Es war gigantisch bei so vielen bekannten Zuschauern den Heim-Ironman zu bestreiten. Ohne euch hätte dieser Tag bestimmt länger gedauert!

 

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23.05.2016

 

27. Rang am IM Texas

 

Ich schwamm, fuhr Rad und lief einen Marathon. Fast wie immer, einfach ein bisschen langsamer! ;-)

Die Vorzeichen des IM Texas standen unter einem schlechten Stern. Und dies übertrug sich wahrscheinlich auf meine Leistung;-). Im Vorfeld wurde die Radstrecke von 180km auf 150km gekürzt. Dies angeblich wegen den Unwettern, welche die Wochen davor herrschten. Nur leider stellte sich heraus, dass dies eine sehr schlechte und peinliche Ausrede war. Das ganze hatte einen politischen Hintergrund. Angeblich wollte man einige Streckenteile nicht für das Rennen frei geben, weil man durch die Veranstaltung in gewissen Bezirken keinen Profit ausmachen konnte. Tragisch aber wahr.

Einen Tag vor dem Rennen wurde dann auch noch der Schwimmkurs abgeändert. Angeblich entsprach die Wasserqualität beim Ausstieg nicht der Norm. Auch sehr fragwürdig. Da sich dieser ja im gleichen Gewässer wie die restliche Strecke befand.

Am Rennmorgen, beim Einstieg ins Wasser, befand sich neben mir ein Fisch. Ein toter Fisch! Der hatte wohl auch seine liebe Mühe mit der Qualität des Wassers. Mein Ziel für die Auftaktsdisziplin war nicht auf eine Zeit gerichtet, sondern zu überleben und ohne Wasser zu trinken durchzukommen. Dies gelang mir ausgezeichnet. Und somit konnte das Rennen weitergehen. Die 150km waren total flach mit vielen Richtungsänderungen. Ich fühlte mich gut und konnte, ohne ans Limit zu gehen, eine gute Pace fahren. Mit einem Durchschnitt von über 40km/h erreichte ich T2. Nun gab es den Marathon, aufgeteilt in 3 flachen Runden, zu absolvieren. Nach ca. 2km fing das Drama an. Geplagt von Krämpfen und einem Energiedefizit, kämpfte ich mich über die Distanz. Nicht das was ich mir vorgestellte hatte bei meinem Jubiläums-Ironman. Es zeigte mir einmal mehr, dass Ironman kein Kindergeburtstag ist und dass am Tag X einfach alle Puzzleteile passen müssen.

Die ganze USA Reise, zusammen mit Sämi Hürzeler, war trotzdem unglaublich geil! In St. George die wunderschöne Gegend und in Texas die super Gastfreundschaft von Kyle (Homestay) und dessen Freunde. Ein grosser Dank an alle, welche zu diesem gigantischen Maibummel beigetragen haben!

 

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09.05.2016

 

22. Rang am IM 70.3 St.George

 

Am Montag vor dem Rennen reiste ich zusammen mit Sämi Hürzeler über Las Vegas, wo wir noch zwei Nächte verbrachten, in das 2h entfernte St.George im Bundesstaat Utah. Es war heiss. Aber wir hatten ja noch drei Tage um uns daran zu gewöhnen. Denkste! Wir hätten uns die letzten Tage vor dem Rennen besser in Sibirien akklimatisiert.

Die Wettervorhersage versprach einen kühlen Samstag. Na ja, dachten wir uns. Nicht so schlimm, wenn es anstatt 30 Grad nur 20 Grad wird...

Der Startschuss fiel im 30km entfernten Sand Hollow Lake. Das Starterfeld war einer WM würdig. Und so erstaunte es auch nicht, dass es mich von Beginn weg nach hinten spülte. Nach ca. 400m befand ich mich plötzlich an den Füssen von Sämi. Diese Pace ging ich mit bis zum Schwimmausstieg. Auf den ersten Radkilometern war es schon ziemlich frisch, jedoch gut auszuhalten. Dann gut nach Rennhälfte setzte Regen ein und die Temperatur stürzte unter 10 Grad. Je länger je mehr kühlte mein Körper aus und es wurde schwierig die Leistung aufrecht zu erhalten. In der 2. Wechselzone konnte ich kaum Socken und Schuhe anziehen. Alles fühlte sich eingefroren an. Der abschliessende Halbmarathon war dann ein richtiges gemurxe. Wenn du die Beine nicht richtig spürst, wird ein ökonomisches Laufen schwierig. Somit war ich dann einfach nur froh, nach 4h17`das Ziel erreicht zu haben. Ambitionen auf eine gute Platzierung hatte ich sicherlich nicht. Aber Rang 22 war dann schon etwas deprimierend. Nun heisst es das Rennen abhacken und auf nächsten Samstag schauen. Denn da warten die nächsten Amerikanischen Meisterschaften. Diesmal auf der Ironman Distanz und bei besseren Wetterverhältnissen...

 

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01.05.2016

 

14. Rang am Chäsitzerlauf

 

Nach den beiden Trainingscamps in Almeria (20.3.-3.4.) und Gran Canaria(6.4.-23.4.) fühlte ich mich die ganze Woche sehr müde. Dies ist normal und hat mich auch nicht weiter beunruhigt. So ging dann aber der letzte Test vor der Amerikareise ziemlich in die Hose. Über die 12km am Chäsitzerlauf konnte ich meine gewohnte Laufleistung nicht abrufen. Trotzdem war es ein guter letzter Testwettkampf, welcher mir in einer Woche, am IM 70.3 St. George, die nötige Spritzigkeit verleihen wird.

Am Montag geht`s zusammen mit Sämi Hürzeler über Las Vegas nach Utah. Dort werden wir am 7.5. die Nordamerikanischen Meisterschaften über die 70.3 Distanz bestreiten. Anschliessend geht die Reise weiter nach Texas, wo wir eine Woche danach den Ironman rocken werden. Dies wird eine neue Erfahrung sein. Zwei Rennen in diesem Format, innerhalb einer Woche. Ich weiss, dass meine Form stimmt und ich mich dazwischen bestens erholen werde. Die Vorfreude auf den Maibummel ist riesig :-)!

 

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21.03.2016

 

41. Rang am Kerzerslauf

 

Die coupierten 15km am Kerzerslauf beendete ich in einer Zeit von 53`51". Mit dieser Zeit darf ich nicht zufrieden sein. Schuld daran ist eine Übelkeit, welche mich ab KM 7 plagte. Bis dahin fühlte ich mich gut und konnte eine gute Pace laufen. Das Positive ist, dass ich mich mental etwas mehr anstrengen musste als erwünscht. Dies wird mir wiederum bei längeren Rennen entgegen kommen. Ich brauchte dann auch einige Zeit bis ich mich von diesem Rennen erholte.

Nun bin ich im Süden angekommen und somit ist der Fokus auf umfangreiches Training ausgelegt. Hier in Almeria (Alicante) lässt es sich auch besser regenerieren.

 

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15.03.2016

 

3. Rang am Halbmarathon Colombier

 

Ein weiteres Vorbereitungsrennen für die Saison 2016 absolvierte ich am Sonntag mit dem Halbmarathon in Colombier. Auf der coupierten Strecke mit viel Gegenwind erreichte ich eine Zeit von 1:14`57". Dies reichte zum 3. Gesamtrang. Die Zeit ist nicht berauschend aber ok zum Beginn der Saison. Nun geht`s nächsten Samstag weiter mit dem Kerzerslauf, bevor es dann am Sonntag in den Süden geht...

 

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29.02.2016

 

29. Rang am Bremgarten-Reusslauf

 

Das erste Rennen der Saison ist vollbracht. Wie im letzten Jahr nutzte ich den Bremgarten-Reusslauf über 11km als erste Standortbestimmung. Mit dem Rennen bin ich ganz gut zufrieden. Konnte ich doch über diese kurze Distanz einen Kilometerschnitt von 3`24" laufen. Dies stimmt mich zuversichtlich für die kommenden Strassenläufe. Vorgesehen sind der Halbmarathon in Colombier am 13.3. und der Kerzerslauf über 15km eine Woche später.

 

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